Deutschlands fleißigster „Sportreporter“ schreibt über 2 Millionen Texte pro Jahr

Er ist nie krank, wird niemals müde und macht keine Pausen.

Es ist Sonntagmorgen. Der erste Mitarbeiter der Fußballredaktion, Steffen, kommt um 7.00 Uhr ins Büro, aber er ist nicht der Erste. Einer hat wie immer die Nacht durchgearbeitet und bereits über 16.000 Spielberichte seit Abpfiff der Fußballspiele des gestrigen Samstags geschrieben. Er hätte mühelos mehr Texte schreiben können, jedoch fanden gestern einfach nicht mehr Spiele statt, über die er hätte berichten können. Es war eine entspannte Arbeitsnacht für ihn.

Steffen hat einen leichten Schnupfen. Es war regnerisch und kalt gestern auf dem Fußballplatz. Hoffentlich ist er morgen nicht krank. Unser Mitarbeiter des Monats hat keinen Schnupfen - er wird niemals krank. Er wird auch nie müde, macht keinen Urlaub, keine Pausen und keine Fehler.

„Du arbeitest wie eine Maschine“, könnten seine Kollegen zu ihm sagen - Tun sie aber nicht, denn schließlich ist er eine.

Die beiden Unternehmen retresco aus Berlin und Sportplatz Media aus Hamburg setzen mit der textengine für Sportberichte neue Maßstäbe in der automatisierten Sportberichterstattung. Gemeinsam ist es gelungen, eine Lösung am Markt zu etablieren, die auf Knopfdruck aus Daten Fußballberichte verfasst, die nicht von händisch geschriebenen Berichten zu unterscheiden sind. Dies belegen zahlreiche Anwendungsbeispiele und Umfragen. Zahlreiche Kunden aus der Fußballmedien- und der Verlagsbranche setzen bereits auf die Technologie und lassen Fußballberichte automatisch erstellen. Teilweise um Inhalte in Ligen anbieten zu können, die aus Kapazitätsgründen bislang nicht bedient werden konnten. Oder um eine Zeitersparnis bei der Erstellung von langen, ausführlichen Spielberichten zu erzielen, denen die textengine-Berichte als Basis dienen und die mit Hintergrundwissen, Zitaten und Co. angereichert werden.

Marcel Hager, Geschäftsführer der Sportplatz-Media GmbH: „Wir sind vor drei Jahren mit der Vision angetreten, für jedes Fußballspiel in Deutschland einen Spielbericht zu liefern. In der bevorstehenden Fußball-Saison wird die Vision Wirklichkeit – und wir gehen sogar darüber hinaus. In Deutschland wird erstmalig für jedes Fußballspiel, von der Kreisklasse bis zur Bundesliga, Jugend, Frauen und Herren nicht nur ein Spielbericht, sondern auch ein Vorbericht erstellt und veröffentlicht. Zudem produzieren wir Texte für unterschiedliche Ausgabeseiten in verschiedenen Varianten und Längen. Zum Beispiel lange Texte für Newsportale, kurze Texte für Social-Media-Posts. Über 2,5 Millionen Texte pro Jahr werden in der kommenden Saison durch die textengine für Sportberichte erstellt, so die eigene Prognose. Damit verfasst unser "Mitarbeiter des Monats" mehr Texte als alle großen Deutschen Nachrichtenportale zusammen im Jahr veröffentlichen.“

Johannes Sommer, Geschäftsführer der retresco GmbH, beschreibt das Projekt wie folgt: „Fußball ist eine ideale Domäne für automatische Textgenerierung. Die Detailtiefe verfügbarer Daten nimmt stetig zu. Wir kennen nicht nur flächendeckend jede Begegnung in Deutschland inklusive Ausgang und Torschützen, sondern können mittlerweile, wie im Profifußball, auch bei mehr und mehr Amateurspielen über Aufstellungen und Taktik berichten. Leser können die Texte schon heute nicht mehr von menschlich geschriebenen Berichten unterscheiden. Das Wichtigste aber ist: Die Texte erzeugen die gewünschten Mehrwerte für unsere Kunden. Sowohl was die Reichweite der Texte und deren Sichtbarkeit bei Google angeht als auch bezüglich der positiven Resonanz in Social Media Kanälen. Die Erfolgskennzahlen entwickeln sich bisher ausnahmslos positiv.“

Erfahrungen sind durchweg positiv

Eine Gefahr für die Zunft der Journalisten sehen Hager und Sommer durch den Einsatz der textengine nicht. Sie verstehen ihre Lösung als Handwerkszeug und Hilfsmittel für Redaktionen, die nun viel umfassender berichten können als zuvor und ihre Zeit für die eigentlichen journalistischen Tätigkeiten nutzen können. Die „einfacheren“ Aufgaben der Textproduktion übernimmt die textengine – zuverlässig und gewissenhaft.

„Die Maschine wird niemals den Menschen vollständig ersetzen können. Der Wutausbruch des Fußballtrainers an der Seitenlinie, die Wertung des Journalisten, ob der Elfmeter in der 90. Minute gerechtfertigt war oder nicht, eben jene Inhalte, die „das große Ganze“ ausmachen, kann die Maschine noch nicht liefern. Aber eben für das Verfassen und die Konzentration auf diese Inhalte geben wir den Redaktionen wieder Zeit, indem die Interpretation der Fakten von der textengine übernommen wird“, so Sommer.

Über 20 Kunden wurden im ersten Jahr bereits gewonnen und die Erfahrungen sind durchweg positiv. Die Nutzung der textengine für Sportberichte hat nicht nur signifikante Reichweitensteigerungen und entsprechend steigende Umsatzerlöse für die Kunden zur Folge, auch Top-Rankings in Suchmaschinen und eine Steigerung des User-Engagements sind die Folge.

„Der Weg ist noch lange nicht zu Ende“, weiß Hager. „Die Anforderungen an Content ändern sich immens durch das neue Userverhalten, hervorgerufen durch die neuen Technologien, die unseren Alltag begleiten. Die Aufmerksamkeitsspanne der Konsumenten sinkt rapide. Jeder User muss der Situation entsprechend, in der er sich gerade befindet, passgenau abgeholt werden. Auf dem Arbeitsweg in der Bahn mit dem Smartphone, Auf der Couch am Abend mit dem Tablet, am stationären Rechner – jede Situation erfordert anders aufbereiteten Content. Wurde früher ein einziger geschriebener Artikel für Millionen von Lesern verfasst, brauchen wir heute 1 Millionen Artikel für 1 Millionen Leser“, überspitzt Hager bewusst die Situation. „Zudem kennen wir in zunehmender Tiefe den Leser und haben somit die Möglichkeit, die Texte auch auf individuelle inhaltliche Bedürfnisse anzupassen."

Arbeitsalltag der Maschine

Ein weiteres Spiel ging soeben zu Ende – diesmal in der Oberliga Hamburg. Wenige Millisekunden nach Dateneingang hat unser Mitarbeiter des Monats den Bericht bereits fertig:

Rugenbergen bringt Kosova herbe Pleite bei

Oberliga Hamburg: SV Rugenbergen – Klub Kosova, 3:0 (1:0)

 Mit einer 0:3-Niederlage im Gepäck kehrte der Klub Kosova vom Auswärtsmatch beim SV Rugenbergen zurück. Auf dem Papier ging Rugenbergen als Favorit ins Spiel gegen Kosova – der Verlauf der 90 Minuten zeigte, weshalb dem so war.

 Der Klub Kosova ging diese Partie vor 215 Zuschauern mit drei Veränderungen in der Startelf an. So standen heute Sinani, Zawada und Ademi für Kaba, Scalisi und Farahi auf dem Feld. Nach 29 Minuten blieb es Raoul Bouveron vorbehalten, die 1:0-Führung per Kopf zu markieren. Kosova brauchte den Ausgleich, aber die Führung von Rugenbergen hatte bis zur Pause Bestand. Mit einem positionsgetreuen Wechsel – Burhan Bedrolli kam für Christopher Hoff – startete der Klub Kosova in Durchgang zwei. Für das 2:0 und 3:0 war Patrick Hoppe verantwortlich. Der Akteur traf gleich zweimal ins Schwarze (47./61.). Kosova erhöhte in der 58. Minute schließlich das Risiko, brachte mit Agonis Krasniqi für Azdret Dika einen Stürmer für einen Verteidiger. Jedoch ohne Konsequenz. Schlussendlich verbuchte der SVR gegen den Klub Kosova einen überzeugenden 3:0-Heimerfolg.

 Durch den klaren Erfolg über Kosova ist der SV Rugenbergen weiter im Aufwind. Rugenbergen ist nach diesem Triumph bis auf Weiteres auf die neunte Position vorgerückt.

 Der dürftige Ertrag der vergangenen Spiele hat Auswirkungen auf die Tabelle, in welcher der Klub Kosova aktuell nur Position 16 bekleidet. Der Gast sammelt weiterhin fleißig Niederlagen, von denen man mittlerweile zehn zusammen hat. Ansonsten stehen noch vier Siege und zwei Unentschieden in der Bilanz. Dem Aufsteiger muss man vor allem fehlende Durchschlagskraft im Angriff attestieren: Kein Team der Oberliga Hamburg markierte weniger Treffer als Kosova. Aufgrund der Niederlage befindet sich der Klub Kosova weiter im Hintertreffen. Kosova rangiert nun auf einem direkten Abstiegsplatz. Kommenden Donnerstag (19:30 Uhr) tritt der SVR beim SC Victoria Hamburg an. Am Sonntag muss der Klub Kosova vor heimischer Kulisse gegen Concordia ran.

 

Kaum sind die Nachberichte für das Wochenende verfasst, geht es um die Vorberichterstattung für das kommende Wochenende, z.B. für die Kreisliga 6:

Meister Bergstedt bittet zum Schaulaufen

Kreisliga 6: Eintracht Norderstedt II – SV Bergstedt (Sonntag, 15:00 Uhr)

Die Reserve von Eintracht Norderstedt hat am kommenden Wochenende keinen Geringeren als den SV Bergstedt zum Gegner. Norderstedt II gewann sein letztes Spiel gegen die Zweitvertretung von TuS Berne mit 3:2 und liegt mit 40 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Bergstedt gewann sein letztes Spiel gegen den TSV Sasel II mit 3:2 und liegt mit 67 Punkten weit oben in der Tabelle.

Gewinnen auf dem eigenen Platz gehört in dieser Saison nicht zu den Stärken von Norderstedt II. Weniger als die Hälfte seiner Punkte erkämpfte sich der Gastgeber auf dem heimischen Rasen. Mit elf Siegen und elf Niederlagen weist Eintracht Norderstedt II eine ausgeglichene Bilanz vor. Folgerichtig steht Norderstedt II im Mittelfeld der Tabelle. Der Gastgeber hat sich im Saisonverlauf deutlich gesteigert. Belegte die Mannschaft zur Winterpause noch den zwölften Tabellenplatz, steht man in der Rückrundentabelle auf Platz 2.

 Bergstedt musste sich bisher nur viermal geschlagen geben. Der Gast tritt mit einer positiven Bilanz von zwölf Punkten aus den letzten fünf Spielen an. Bei der Mannschaft von Trainer Christian Dittmar greift die alte Fußballweisheit, wonach der Angriff Spiele gewinnt, die Abwehr aber Meisterschaften. Mit gerade einmal 27 Gegentoren stellt der Spitzenreiter die beste Defensive der Liga.

 Aufpassen sollte Eintracht Norderstedt II auf die Offensiv-Abteilung von SV Bergstedt, die durchschnittlich mehr als zweimal pro Spiel zuschlägt. Bergstedt wird auch in diesem Spiel die Konzentration noch einmal hochhalten, um sich mit einem Sieg in Richtung Bezirksliga aus der laufenden Fußballsaison zu verabschieden.

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